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Multiversum

oder

 "Negation der Negationen"

KLEINE EINFÜHRUNG ZU DEN WERKEN 

Schon in der Philosophie der Antike (frühen 5./4. Jahrhundert vor Chr.) wurde die Hypothese der Existenz der Parallelwelten bereits erörtert. Ein führender Vertreter war Petron von Himera, ein Grieche.

Heute, mit modernster Wissenschaft und  Technik wurde die Hintergrundstrahlung im All zum Zwecke der Materieverteilung bzw. deren Inflation vorgenommen.  Erst im Jahre 2004 hatte der Satellit WMAP (Wilkinson Microwave Anisotropy Probe) genügend Mikrowellen-Hintergrund Daten geliefert. Erstaunliches trat zu Tage. Ein gigantisches großes Loch am Firmament trat bei der Auswertung der Daten zutage. Kein schwarzes Loch -  die Dichte in diesem Segment liegt bis zu 45% unter dem Gesamtdurchschnitt  - dies ist riesig groß, der Durchmesser beträgt fast eine Milliarde Lichtjahre, gigantisch, kaum vorstellbar!.

Und genau hier, im Sternbild Eridanus unterhalb des Orion, konstatieren die führenden Kosmologen und Astrophysiker; das dies der unmissverständliche Einfluss eines anderen Universums auf unser eigenes ist.                                Was für eine Sensation!

Es stellt vieles „auf den Kopf“; Fragen tauchen auf, die früher sich kaum einer getraut hatte öffentlich zu stellen, zu diskutieren, geschweige Hypothesen zu postulieren, um nicht seine eigene Glaubwürdigkeit ins Wanken zu bringen. Dies nicht nur in dieser Wissenschaft. Schlägt man einen großen Bogen und verbindet  dies mit anderen Zweigen der Wissenschaft, so kommt das Negat zum Tragen.

Das Samenkorn, mein beliebtes Musterbeispiel, ist nicht nur in der philosophischen und theologischen Betrachtung sehr interessant, u.a. auch in der Medizin und in der Gesellschaftswissenschaft.

 …“Die sich aus dem Samenkorn entwickelnde Pflanze ist die dialektische Negation des Korns: sie bedeutet nicht nur das Ende des Korns, sondern bewahrt zugleich alle seine für die weitere Entwicklung der Art wesentlichen und notwendigen Eigenschaften – vor allem die Erbeigenschaften – in sich auf und macht dadurch die weitere Entwicklung erst möglich.“…

Die Auffassung der Negation der Negation geht auf Hegel zurück, indem die Entwicklung als ständige Negation bestehender Qualitäten dergestalt vor sich geht, dass eine negierte Qualität eine erneute Negation erfährt und die Entwicklung somit wesentliche Seiten der ursprünglichen Qualität auf höherer Ebene gleichsam wiederholt. Und entgegen Hegels Auffassung geschieht dies auch in/mit Zeit und Raum der sich vollziehenden objektiven Entwicklung der Materie und ihrer Bewegungsformen.

An dieser Stelle muss ich, auf die eminente Bedeutung der inneren und äußeren Bedingungen des Objektes, incl. dessen Struktur / System, höhere Ebene, (hier stellvertretend das Samenkorn,) erwähnen; kann aber auf Grund der Kürze dieser kleinen Einführung nicht weiter darauf eingehen. Es ist aber ein sehr wichtiger Gesichtspunkt für die Wissenschaften allgemein, speziell auch in der Humanmedizin und Psychologie.

Nun kommt Einstein mit seiner Relativitäts - und Gravitationstheorie ins Spiel. Ein weiterer Beweis seiner Theorie, inbegriffen der Quantenphysik/-mechanik u. String Theorie ;  ein Kleiner – von Raum, Zeit und Bewegung.

Auch er hat das Negat auf Newton angewandt.

Nun wird es mehr als interessant: die Aussage von Einstein, …“die Zeit verläuft nicht geradlinig.“…, d.h. die Zeit kann auch rückwärts laufen im extremsten Umkehrschluss, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig ablaufen können, (was z.Z. hypothetisch ausgeschlossen wird; aber die Zeit als vierte Raumdimension ist durch Masse beeinflussbar, d.h. sie kann gekrümmt werden)  nur die Ebenen, die Höheren bzw. Niedrigen,  deren inneren und äußeren Bedingungen des Systems/Struktur/Objektes besitzen eine eminente Bedeutung, dieses ist der entscheidende Schlüssel zur Verbindung. Dieser Punkt ist entscheidend und homonym.

Um Missverständnisse zu vermeiden einige Worte zum Begriff Zeit.

In der Physik dient sie der Beschreibung des Geschehens – wie der Raum. Eine Eigenschaft der Zeit ist wohl die, dass wir meinen, dass es stets im gewissen Sinne, eine Stelle/Punkt die aktuell ist und die wir betiteln, zu geben scheint, die wir als Gegenwart bezeichnen, und die sich unaufhaltsam von der Vergangenheit in Richtung Zukunft zu bewegen scheint. Das Phänomen „Fließen der Zeit“ erweist sich aber bei genauer Betrachtung als unklar, und kann nicht in der Physik, Mathematik und in anderen Wissenschaften präzise beschrieben werden.

(siehe auch Immanuel Kant; Kritik der reinen Vernunft) 

Die Gesetze der Physik, die den Grundkräften der Phänomene unseres Alltages zugrunde liegen, sind invariant bezüglich der Inversion der Zeit; d.h. dass zu jedem Vorgang, der diesen Gesetzen „gehorcht“ auch der Zeitumkehrung im Prinzip möglich ist. Diese Aussage steht aber im krassen Widerspruch zu unserer Alltagserfahrung

Dies all nicht zu verwechseln mit der Bürgerlichen Zeit (MEZ etc.). Sie ist durch staatliche Reglementierungen, die sich weitestgehend an den Sonnenstand richtet/annähert bestimmt; und schon gar nicht mit der Ökonomie der Zeit. Aber genau dieses prägt unser Bewusstsein „Zeit“ und die andere Interpretation Zeit entzieht sich dem menschlichen Bewusstsein und ist für viele nicht fassbar, geschweige vorstellbar.

So viel nun dazu; mit der  kleinen theoretischen Auseinandersetzung, mit dem Hintergründen, die mich bewegt/inspiriert haben, mich auf künstlerische Art und Weise mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Kein leichtes Unterfangen.

Es ist ein kleines Angebot darüber nachzudenken ob unser Handeln und Tun vom gegenwärtigen Standpunkt aus immer der richtige Weg ist (auch wenn es DER zurzeit allgemein gültige und als Richtig erscheint), ist dieser von momentanen Erkenntnisstand zum allgemein gültigen (wissenschaftlichen/gesetzlichen) postuliert worden. Vom Menschen gemacht, und nicht Gott gegeben – als unumstößlich, anzusehen, also veränderbar!

Wer hinterfragt diesen Weg kritisch?
 
Ich glaube, dass dies die Wenigsten tun.

Mit erschrecken habe ich bei wiss. Erhebungen festgestellt, dass mehr als 80% der Menschen den Weg des „Geldes“ und nur 20% den Weg des „Geistes“ beschreiten.

Aber ein andersmal mehr dazu.

In unserem System, Sonnensystem – Erde,  gelten ganz bestimmte Naturgesetze. Hier gibt es anscheinend ein Links, Rechts, Oben, Unten, Vorn und Hinten. Diese Bezüge helfen uns sich zurechtzufinden, das Leben zu strukturieren – bestimmbar zu machen. In dem wir uns „einrichten“ können. Und dies nicht nur mit diesem.

Gibt es dies wirklich?

Ich möchte Sie auf ein kleines Experiment einladen!

Schauen Sie auf die Bilder, und Sie werden sagen; natürlich ist dort ein Links, Rechts, Oben, Unten, Vorn und Hinten. Ist doch eindeutig! 

Hier wirken durch die Formen/Linien/ Farbe bestimmte Kräfte (Naturgesetze) und es gibt ein Links, Rechts  etc.

Ja wirklich ? 

Vom Ihrem Standpunkt aus, aus dem System in dem Sie sich gerade befinden, Gesellschaft-Erde, aus Ihrem Erfahrungsschatz, von den was Sie mal erlernt und studiert haben, sagt Ihnen Ihr Verstand/Bewußtsein das es so seien muss, weil Sie so sehr gut damit zurechtkommen. Ihre Ausgangsposition um Ihr Leben zu gestalten und zu formen. Der gesellschaftlichen  Norm entsprechend.


Nach einer Weile werde ich diese Kunstwerke anders aufhängen - drehen.

Nein, nein nicht auf den Kopf stellen, wie Baselitz!

Auch gedreht stimmt dieses Kunstwerk und steht nicht auf dem Kopf.

Und nun?

Dann – nach einer weiteren Weile – wieder anders aufhängen – und dies dann wieder!

Und nun?

Wo ist denn nun Ihr Links und Rechts?  Ihr „DAS“?

Und Sie werden andere Kräfte – Gesetze/Naturgesetze spüren und feststellen. Erst dann wenn Sie in dies Andere-System springen, um sich zurechtzufinden entsteht wieder ein Rechts/Links etc.

Es ist aber in keiner Form identisch mit Ihrem Ausgangsrechts/-.links, geschweige von der Form, Qualität und dem Inhalt.
Aber eins haben sie alle gemeinsam – es ist ALLES miteinander fest verbunden und wir tragen dies in uns.

Fast so, wie es bereits Chief Seattle 1855, Häuptling der Duwanish Indianer formulierte:


 

…“ Die Erde ist Deine Mutter,

die Erde gehört nicht uns,

wir gehören der Erde,

was der Erde geschieht,

geschieht allen Söhnen und Töchtern der Erde.

Alle Dinge sind verbunden, wie das Blut das uns einigt.

Das Netzwerk des Lebens haben wir

nicht geflochten.

Wir sind nur ein Faden darin.

Was wir dem Netz antun,

das tun wir uns selber an.“ …    

Ihr

Holger n.m. Herr

Kulturwissenschaftler / Bildender Künstler